„Wo ist dein Gott jetzt?“ Mit dieser Frage setzte sich am 11. März 2016 unser Gottesdienst auseinander. Eine durchaus provokante Frage und für manchen Christen vielleicht befremdlich, Gott in dieser Weise in Frage zu stellen. Aber angesichts von Kriegen und Krisen in der Welt, Unterdrückung und Gewalt, himmelschreienden Ungerechtigkeiten, Naturkatastrophen, aber auch persönlichen Schicksalen, Krankheit und Leid, ist diese Frage so aktuell wie sicher auch legitim.


Ein zentrales Element des Gottesdienstes war ein eindrucksvolles, sog. „Poetry-Video“ der christlichen Band „liveworship“, das zunächst eher anklagend die Frage aufwirft „Wo bist du Gott?“. Im Verlauf wird aber klar, dass wenn Gott in mir sein soll, wie es in der Bibel heißt, eine solche Anklage sich gegen mich selbst richtet. Das Video kommt zu dem Schluß, Gott ist da „wo du bist“.



Das kann dort sein, wo ich mich mit anderen verbunden fühle, wo mir der andere nicht egal ist. Große Gesten sind zumeist nicht gefragt. Einfach zuhören, mitfühlen, da sein. So einfach kann ich meinen Teil dazu beitragen, dass Gott in der Welt sichtbar wird. Denn Gott sagt schon bei Mose über sich selbst: Ich bin der „ich bin da“.

Ein musikalischer Leckerbissen war der Auftritt des Duos Marcel Stein (Gitarre) und Teresa Henkemeier, die mit ihrer kraftvollen und zugleich einfühlsamen Stimme die Zuhörer beindruckte.

Im Anschluß des Gottesdienstes, der diesmal in der Halle der Firma Löhr Bedachungen in der Zieglerstraße stattfand, nutzten wieder viele Besucher die Gelegenheit zum Gespräch in lockerer Atmosphäre.